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Hopfen, Malz, Wasser und Hefe

Unsere hauseigenen Biersorten werden nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516 gebraut. Das älteste Lebensmittelgesetz der Welt erlaubt als Zutaten bekanntlich nur Hopfen, Malz, Wasser und Hefe. Daraus braut unser Braumeister besondere Biersorten, die etwa sechs Wochen reifen, bevor sie in den Ausschank kommen. Je nach Jahreszeit haben wir von den folgenden Bieren immer drei im Ausschank.

Pils – spritziges, feinherbes Bier mit edler Hopfennote

Stammwürze 11,3 % / Alkoholgehalt 4,8 % Vol. / untergärig

Feinster neuseeländischer Edelhopfen verleiht diesem Bier eine vollkommen neue, ungewöhnliche Hopfennote. Bereits vor über 150 Jahren führten südenglische und deutsche Siedler Hopfenpflanzen in Neuseeland ein und begannen, ungewöhnliche Sorten zu züchten. Da in Neuseeland keine Hopfenkrankheiten auftreten, wächst der Hopfen pestizidfrei auf. Zudem muss bei der Züchtung neuer Sorten nicht auf Krankheitsresistenz geachtet werden. Vielmehr können die geschmacklich interessantesten Kombinationen neu gezüchtet werden. Die hier verwendeten Hopfensorten „Motueka“ und „Cascade“ vermitteln Aromen von Grapefruit und exotischen Früchten.

Kräusen ‒ spritzige, milde Bierspezialität

Stammwürze 12,8 % / Alkoholgehalt 5,2 % Vol. / untergärig

Scheffel’s Kräusen ist ein helles, untergäriges Bier mit einer feinen Hopfennote und angenehmen Bitterkeit. Es wird vier bis sechs Wochen gelagert und ist unfiltriert. Ein klassisches frisches „Helles“, das mit über 60 Prozent Produktionsanteil das beliebteste unter unseren Bieren ist.

Tipp von unserem Braumeister: Wer sein Bier mit etwas weniger Kohlensäure mag, sollte es sich im Steinkrug servieren lassen. Steinkrüge haben eine raue Oberfläche. Dadurch perlt das Bier weniger und es bleibt auch länger kühl. Wer sein Bier lieber prickelnd mag, trinkt es einfach aus dem Glas.

Helles Hefeweizen ‒ obergäriges Bier mit leichter Fruchtnote

Stammwürze 12,8 % / Alkoholgehalt 5,2 % Vol. / obergärig / naturtrüb

Obergärige Hefe bildet im Vergleich zur untergärigen Hefe eine leichte Fruchtnote aus. Neben den üblichen Aromen entstehen bei der Weizenbierhefe, die wir verwenden, zusätzlich ein bananen- und gewürznelkenartiges Aroma. Zusammen ergibt das den typischen Weizenbiergeschmack, die sogenannte „Brimse“.

Dunkelweizen – obergärige Bierspezialität

Stammwürze 13,5 % / Alkoholgehalt 5,4% / obergärig

Früher war Weizenbier ein reines Sommerbier. Um aber im Herbst, Winter und Frühling nicht ganz auf unser beliebtes Weizenbier verzichten zu müssen, brauen wir während der kühleren Jahreszeit ein kräftigeres und dunkleres Weizenbier, im Sommer hingegen ein etwas leichteres helles Weizenbier.

Hefeweizen wird mit einer speziellen obergärigen Hefe gebraut. Diese Hefe kann neben den typischen fruchtig-obergärigen Aromen zusätzlich bananen- und gewürznelkenartige Aromen hervorbringen. Genau diese Aromen geben zusammen mit der feinen Hefe den typischen Weizenbiergeschmack, auch „Brimse“ genannt.

Faschings- und Osterbier – zitrusartige, fruchtige Bierspezialität

Stammwürze 14,2 % / Alkoholgehalt 5,8 % / untergärig

Vier Sorten feinster, neuseeländischer Aromahopfen verleihen unserem Faschings- und Osterbier eine einzigartige Hopfennote. Um die feine Bittere im Bier zu erhalten, kochen wir das Bier mit dem Hopfen. Da sich die Hopfenaromen beim Erhitzen jedoch leicht verflüchtigen, haben wir die alte Technik des „Hopfenstopfens“ (Zugabe von Hopfen im kalten Lagertank) wieder aufleben lassen. Dabei gehen nicht die Bitterstoffe des Hopfens ins Bier über, sondern nur die feinsten Hopfenaromen. Herauskommt ein Bier mit einer feinen Grapefruite-Note, die hervorragend zum Ausklang des Winters passt.

Maibock – helles, vollmundiges Starkbier

Stammwürze 16,8 % / Alkoholgehalt 6,7 % / untergärig

Im Gegensatz zum Weihnachts- oder Fastenbock ist der Maibock ein helles Starkbier. Früher, als es noch keine Kühlsysteme gab, konnte nur während der kalten Jahreszeit mit untergäriger Hefe (Gärung bei 6–9°C) gebraut werden. Während des Sommers mussten die Braumeister mit obergäriger Hefe bei 18–25°C arbeiten. Der Maibock war demnach das letzte untergärige Bier, das im Jahr gebraut werden konnte. Und damit es auch im April/Mai lagerfähig war, wurde es stets etwas stärker eingebraut.

Für Bockbier gilt die Vorschrift, dass es mindestens 16 Prozent Stammwürze haben muss. Da jeweils nur ca. 80 Prozent der Stammwürze vergoren werden, enthält Bockbier neben mehr Alkohol auch mehr Restzucker. Der Restzucker bewirkt einen recht süßlichen, vollmundigen Antrunk. Um diese Süße harmonisch abzurunden, geben wir stets auch mehr Hopfen dazu. Dadurch entsteht ein kräftiger, bitterer Geschmack im Nachtrunk.

Scheffelator Fastenbock – dunkles Starkbier mit Charakter
(ab Aschermittwoch)

Stammwürze 18,7 % / Alkoholgehalt 7,2% Vol. / untergärig

Bockbier wurde erstmals in der Stadt Einbeck, damals noch Einpöck geschrieben, gebraut. Aus dem Bier nach „Einpöckscher“ Brauart wurde so nach und nach das „Einpöckisch Bier“ und schließlich das Bockbier. Für Bockbier gilt die Vorschrift, dass es mindestens 16 Prozent Stammwürze haben muss. Doppelbock mindestens 18 Prozent. Nur Doppelbockbiere dürfen eine „-ator“-Endung erhalten wie unser Scheffelator.

Da jeweils nur ca. 80 Prozent der Stammwürze vergoren werden, enthält Bockbier neben mehr Alkohol auch mehr Restzucker. Der Restzucker bewirkt einen recht süßlichen, vollmundigen Antrunk. Um diese Süße harmonisch abzurunden, geben wir stets auch mehr Hopfen dazu. Dadurch entsteht ein kräftiger bitterer Geschmack im Nachtrunk. Wegen des höheren Restzuckergehaltes war es Brauch, während der Fastenzeit ein Fastenbock zu brauen. Dieser Tradition bleiben wir treu und schenken zur Fastenzeit unser leckeres dunkles Fastenbock aus.

Herbstfestbier  – mildes Jahreszeitenbier (ab Oktober)

Stammwürze 13,5 % / Alkoholgehalt 5,5 % Vol. / untergärig

Wenn das Münchner Oktoberfest vor der Tür steht, schenkt die Kulturbrauerei Heidelberg ein Herbstfestbier aus. Der Name „Oktoberfestbier“ wie auch die Belieferung des Münchner Oktoberfestes ist ausschließlich Münchner Brauereien vorbehalten. Was natürlich noch lange nicht heißt, dass man nicht ein Bier brauen darf, das mindestens genauso lecker ist. Festbiere müssen laut Gesetz immer etwas stärker eingebraut werden als die sonst in der Brauerei hergestellte Hauptsorte. Das garantiert Ihnen beim Genuss eines Festbieres, wirklich eine Besonderheit zu trinken.

Bereits während der heißen Sommertage mischt unser Braumeister Pilsner-, Münchner-, helles -und dunkles Karamellmalz im richtigen Verhältnis, nimmt den besten Tettnanger und Saazer Aromahopfen und braut unser Herbstfestbier. Nach einer Woche Gärung kommt das Bier in die 0°C kalten Lagertanks, in denen es in sechs bis acht Wochen zu einer milden, malzigen und süffigen Bierspezialität heranreift. Diese lange und kalte Reifungsphase macht unser Herbstfestbier besonders mild und bekömmlich.

Porter – sehr kräftiges, dunkles Bier (ab November)

Stammwürze 16,6 % / Alkoholgehalt 5,8 % Vol. / untergärig

Münchner Malz, dunkles Karamellmalz und eine wohldosierte Menge Röstmalz verleihen diesem Bier seine satte, schwarze Farbe. Der Vergärungsgrad von nur knapp 70 Prozent sorgt für eine unnachahmliche Vollmundigkeit, die mit einer sehr kräftigen, bitteren Note harmoniert. Der niedrige Vergärungsgrad ist auch dafür verantwortlich, dass trotz 16,6 Prozent Stammwürze nur 5,8 Prozent Alkohol entstehen.